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16.4.2018

Heute war ein ruhiger, unspektakulärer Tag, keine Termine, keine Besuche. Solche Tage zwischendurch tun mir gut. Das heißt nicht, dass ich keine Besuche mag (ganz im Gegenteil), aber sie kosten doch viel Kraft.

Seit drei Tagen nehme ich stärkere Schlaftabletten; die Vormittage sind seither viel besser: Ich bin nicht so schwach und müde, und daher auch in besserer Stimmung.

Ostern ist schon zwei Wochen her, und seither ist alles recht stabil. Vor allem die starken Blutungen erscheinen mir fast schon aus einer vergangenen Zeit. Nach meinem Gefühl könnte es noch lange einfach so weitergehen. Die Ausbreitung der Geschwulst um den Hals schreitet allerdings voran – es ist mir bewusst, dass die Stabilität nur ein Wunsch ist. Aber vielleicht gibt es am Mittwoch, wenn ich wieder zur Antikörpertherapie gehe, positive Nachrichten.

16.4.18 23:11

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Christine (17.4.18 14:20)
Lieber Christoph! Mein lieber Schatz!

Du hast vor vier Tagen von den Helden in unserer Lebenssituation geschrieben und du weißt, wie du mich da (wie so oft) zu Tränen gerührt hast. Ich habe dich noch in der Nacht korrigiert, und gemeint, dass wir unser Heldentum zumindest zu gleichen Teilen leben. Selbst bei der regelmäßig wiederkehrenden Atemnot, die für dich sehr anstrengend ist, bleibst du ruhig und zeigst kaum ein Zeichen der Verzweiflung. Du trägst dein Schicksal mit so einer Größe und so viel Geduld! Da ist es nicht schwierig für mich, bei dir zu bleiben und für dich da zu sein. Damit will ich aber nicht sagen, dass du nicht doch einmal so richtig Losjammern darfst! Eigentlich warte ich schon seit Monaten darauf, denn all deine Einschränkungen so hautnah mitzubekommen und trotzdem kaum ein Wort des Klagens zu „hören“, ist fast unmenschlich, bewundernswert!

Ich habe viel gelernt in dieser Zeit. Nicht nur wie ich als Zuschauerin bei deiner Atemnot dir trotzdem, hoffentlich unterstützend, zur Seite stehen kann; nicht nur wie ich die Verbände dank der guten Anleitung vom mobilen Hospiz wechseln kann, sondern vor allem wie ich die positiven Stunden zu zweit oder mit Freunden viel bewusster wahrnehmen und genießen kann. Obwohl wir in so einer schwierigen Situation leben, ist meine Dankbarkeit für all die positiven Stunden, die wir schon erlebt haben und die wir jetzt erleben um Vieles gewachsen. Das hat auch viel mit deiner bejahenden Einstellung zum Leben zu tun!

Reinhard Mey hat einmal gesagt (ich zitiere aus der Erinnerung): „und würd‘ ich wissen, dass ich morgen sterbe werde, so würde ich doch noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen!“ Besser kann man den Lebensmut gar nicht ausdrücken! Du hast nur den Apfel durch die Marille ersetzt, weil dir Äpfel nicht so gut schmecken und der Nachbarsgarten ja voller Apfelbäume steht!

Ich werde bei der Pflege des Marillenbaums mein Bestes geben!

Ich liebe dich!

Deine Christine

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