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13.6.2018

Mein Blog ist übersiedelt!

Die neue Adresse lautet https://christoph2018.wordpress.com/

 

Danke fürs Lesen bisher! ich hoffe, ihr seid  weiterhin dabei.

14.6.18 01:12, kommentieren

24.5.2018

Heute ist es mir sehr gut gegangen!

Jetzt ist es aber spät geworden. Da ich untertags nicht mehr so viel schlafe, bin ich ziemlich müde. Ich schreibe nichts mehr.

3 Kommentare 25.5.18 00:05, kommentieren

23.5.2018

Nach den heutigen Kommentaren muss ich einfach einmal darüber schreiben, was meine Geschwister für mich tun und für mich bedeuten – ich bin ihnen zu großem Dank verpflichtet. Fast jede Woche kommen sie vollzählig (!) zum Tarockieren – früher haben wir das alle ein, zwei Monate gemacht. Sie unterstützen mich (wie viele andere) durch Mails und Kommentare. auch durch Gebete, Kraft und gute Gedanken. Und heute war z.B. Ruth da, um mich nicht allein zu lassen und mir im Notfall helfen zu können, während Christine auf einem Begräbnis war (zu dem ich auch sehr gerne gegangen wäre...). Und morgen kommt Gottfried zu dem selben Zweck; diesmal aber kein Begräbnis. Aber vor allem ist durch sie eine innige Geschwistergemeinschaft entstanden, die ich mir nie hätte vorstellen können. Danke dafür!
Ich möchte niemanden zurücksetzen: Es gibt auch Freunde, die bei mir sind für den Notfall, wenn Christine zur Physiotherapie oder zu etwas anderem muss.

Heute vor 50 Jahren war meine Erstkommunion; keine Ahnung, warum ich mir gerade dieses Datum gemerkt habe. Aber es ist schön, mich zu erinnern, dass mich mein Glauben – mit sehr vielen und auch gravierenden Veränderungen, und natürlich mit Zweifeln  – schon so lange begleitet.

Der neue Hospizarzt war heute zum zweiten mal da. Er hat eine so positive Art – nach seinem Besuch habe ich immer das Gefühl, ich werde hundert Jahre alt.

1 Kommentar 23.5.18 23:43, kommentieren

22.5.2018

Ich merke immer wieder, dass die Entscheidung, nicht mehr ins Spital zu gehen, mir das Leben erleichtert hat. Der Widerspruch, im Alltag am Leben zu leiden, und mich gleichzeitig verpflichtet zu fühlen, alles für das (sowieso nur kurzfristige!) Überleben auf mich zu nehmen, ist weg! Das ist viel wert. An die Patientenverfügung habe ich erst später gedacht: Ah, da habe ich ja aufgeschrieben, was die anderen tun und lassen sollen, wenn ich es nicht entscheiden kann. Warum halte ich mich nicht selbst daran?

Ich verweigere zwar nicht die unangenehmen, aber „notwendigen“ Maßnahmen wie Inhalieren, Medikamente nehmen (alles mörsern oder auflösen und dann über die Sonde in den Magen befördern), usw. Aber ich nehme es etwas lockerer: Vom dreimal täglichen Inhalieren bin ich zum Beispiel weit entfernt. Aber vor allem bin ich wagemutiger; wenn ich auf etwas Lust habe, dann frage ich nicht so sehr danach, ob ich mir das zutrauen kann und was dabei alles passieren könnte.

Am Vormittag war die Atemnot ziemlich hartnäckig, da ist dann das Leben nicht schön. Aber letztlich habe ich es geschafft, die Auslöser auszuhusten.

4 Kommentare 22.5.18 22:50, kommentieren

21.5.2018

Nach dem Aufwachen döse ich meistens noch ein Stunde oder so, und die Gedanken ziehen so durch mich durch. Heute waren es vor allem Gedanken an meine eigene Kindheit – schöne Gedanken an ein schönes Leben. Dann taucht im Halbschlaf die Frage auf, was eigentlich war, wie ich so alt war wie mein Sohn jetzt (er hat bald Geburtstag). Das war im Jahr 1987. Allein was mir zu diesem einen Jahr Schönes eingefallen ist: Neuer Job, in dem ich mich sehr wohlgefühlt habe, Reise nach Peru und Bolivien, eine noch junge, optimistische Liebe, usw. Und dann ein Gefühl von Dankbarkeit: Ich habe so vieles Schöne erlebt! Da brauche ich wirklich nicht länger leben.

Das ist ein Gedanke, den ich seit vielen Jahren immer wieder habe. Jetzt habe ich dazu eine andere Perspektive, aber er gilt noch immer.

Und der Tag war dann auch ein sehr schöner.

2 Kommentare 21.5.18 23:06, kommentieren

20.5.2018

Ich weiß nicht, was ich schreiben soll…

Ich war heute einfach nicht gut drauf, obwohl es mir nicht schlecht gegangen ist. Abgesehen von Atemproblemen, die mich immer wieder zum Aushusten gezwungen haben – was nur eingeschränkt erfolgreich war. Morgen wird’s hoffentlich besser!

20.5.18 23:19, kommentieren

19.5.2018

Auch heute ist es mir gut gegangen mit der Kraft.

Dann bin ich übermütig geworden. Ich habe meine Runde durch den Garten gedreht; das ist die größte körperliche Aktivität, die ich in den letzten Wochen unternommen habe – vorbehalten für wirklich gute Tage (und gutes Wetter). Wobei ich zu meiner Ehrenrettung sagen muss, dass der Garten am Hang liegt, und die Runde daher beträchtliche Steigungen aufweist.

Dabei sind mir ein paar große Dornenbüsche aufgefallen, die entlang des Zaunes aufgegangen sind. Und ich habe Lust bekommen, wieder einmal etwas im Garten zu tun – nämliche diese Dornen zu vernichten. Zuerst habe ich das als Unvernunft abgetan; aber dann habe ich mir gedacht, was soll schon sein. Das Allerschlimmste ist, dass dadurch direkt (Herzinfarkt?) oder indirekt mein Tod auslöst wird; aber das ist sehr unwahrscheinlich – und letztlich auch kein Malheur! Ich muss nicht mehr aufpassen auf mich. Ein eigenartiges, aber schönes Gefühl.

Ich habe mehr als eine Stunde gewerkt: Mit der Heckenschere die mehrere Meter langen Dornenstängel abgeschnitten, zerkleinert und in die Biotonne verfrachtet. Dabei ist mir ein Roman von Simone de Beauvoir eingefallen, den ich als Jugendlicher gelesen habe: Der Protagonist (Fosca?) bemerkt allmählich, dass er unsterblich ist und stürzt sich in immer gewagtere Abenteuer, weil ihm ja nichts passieren kann. Ich habe mich fast gefühlt wie er: Es kann mir nichts passieren.

Nachher war ich natürlich völlig erschöpft und habe sofort Fieber bekommen, aber kein hohes.

2 Kommentare 19.5.18 23:02, kommentieren

18.5.

(jetzt kann ich endlich wieder in den Blog einsteigen...)

Nach den zwei schlappen Tagen heute das genaue Gegenteil! Ich weiß nicht, woran das liegt; es ist einfach unvorhersehbar. Das Leben ist mir heute gar nicht mühsam erschienen, vielleicht mit Ausnahme des Inhalierens und des Aushustens. Ich habe untertags nicht geschlafen und bin auch jetzt nicht sehr müde. Die Lebensfreude ist  – zumindest für diesen Tag – zurückgekehrt.

Unabhängig davon ist mir in den letzten Tagen immer wieder durch den Kopf gegangen, ob es richtig war, die Antikörpertherapie zu beenden. Die drei kritischen Situationen – schwere Atemnot, Blutung und Fieberschübe mit sehr hohem Fieber und Schüttelfrost – sind seither nicht aufgetreten. Aber das eigentliche Problem dahinter, dass der Krebs beharrlich immer weiterwächst, bleibt ja bestehen. Ich kriege es nicht so mit, weil ich mich beim Verbinden nicht sehe. Gestern habe ich mir Fotos vom heurigen Jahr (seit Neujahr) angeschaut; da ist mir bewusst geworden, wie klein der Verband noch im März war, noch kleiner im Februar. Im Jänner habe ich noch gar keinen Verband gehabt. Jetzt kann ich den Kopf nur mehr minimal drehen. Die Therapie hat nichts geändert, es war entweder zu spät oder sie ist bei mir überhaupt unwirksam.
Und eigentlich will ich mein Leben ja gar nicht verlängern – also was soll’s.

19.5.18 10:13, kommentieren

17.5.2018

Heute war ich genauso schlapp wie gestern, vielleicht ist das jetzt normal. Ist aber nicht lustig.

17.5.18 22:39, kommentieren

16.5.2018

Danke für eure vielen lieben Kommentare! Und auch eure Einschätzung des Blogs als zutiefst schönes Bild des Lebens, als Segen, als so vieles andere, berührt mich sehr. Ich werde mich aber nicht bemühen, dem gerecht zu werden, sondern einfach weiter machen.

So lange es halt geht. Heute war wohl mein schlappster Tag bisher. Um acht aufgestanden, habe ich von zehn bis nach eins schon wieder geschlafen. Und mit dem Blog bin ich auch früher dran, weil ich schon schlafen gehen will. Davon abgesehen ist es mir aber gut gegangen.

„Seasons in the sun“ habe ich immer etwas kitschig gefunden; aber wahrscheinlich gerade deswegen hat es mir gefallen (wie auch z.B. „Baby Blue“ oder „Soleado“ in der gleichen Zeit). Ich finde es schön, wenn dieser Song mit mir assoziiert werden wird! Obwohl ich ja ursprünglich nur die Zeile mit den birds in the sky gemeint habe….

Meine Mutter ist am 16. März gestorben, mein Vater am 16. April. Der 16. Mai wäre für mich passend gewesen – es wird aber wohl nicht mehr sein. Andere Tage werden auch passen.

3 Kommentare 16.5.18 22:19, kommentieren