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8.2.2018

Dass ich mit meinem Verhalten in der Krankheit jemanden mir Unbekannten dazu gebracht habe, mit dem Rauchen aufzuhören (siehe Kommentar von Rudi von vorgestern), baut mich wirklich auf! Es ist für mich noch möglich, Gutes zu bewirken! Ich werde es weiter versuchen.
Und weil in diesem Zusammenhang die Frage gestellt wurde, ob der Blog  auch  an Leute weitergegeben werden kann, die ich nicht kenne: Ja gerne!

 

Esther war auf Besuch, sie ist nach der Rückkehr von ihrer Reise gleich zu uns herausgekommen. Danach ist mir etwas zu Bewusstsein gekommen, für das ich ein bisschen ausholen muss: Mir ist klar, dass meine Krankheit und mein absehbarer Tod nicht nur mich betrifft, sondern auch bei anderen Leid auslöst. Das zeigen auch die Reaktionen auf den Blog – aber wahrscheinlich hätte ich es auch so geahnt. Dieses Leid wird sogar länger dauern als bei mir, und vielleicht - bei Christine - heftiger sein als bei mir. Es tut mir leid, das auszulösen – aber ich kann ja nichts dafür, ich bin nicht verantwortlich dafür! Aber bei meinen Kindern fühle ich mich doch verantwortlich für ihr Leid, beinahe schuldig. Vergleichbar mit der Schuld an ihrem Leid bei meiner Trennung vor 12 Jahren. Ich bin der Papa, ich müsste es doch richtig machen! Kann ich aber leider nicht…     

Wie Ernstl schreibt: Die Widersprüche sind Bestandteil unseres Wesens. Wir müssen damit leben.

Bei dieser Gelegenheit: Danke für alle eure Kommentare – die emotionalen, die philosophischen, die einfach mitfühlenden, die dankbaren!

 

Morgen wird Christine am Fuß operiert. Man weiß nicht, was es ist, aber für Krebs wäre es sehr untypisch. Diese – natürlich extrem vereinfachte – Diagnose war für mich am Anfang beruhigend, jetzt kurz davor fühlt sie sich zunehmend bedrohlich an. Rationale Überlegungen helfen mir da nicht viel.

 

Ich habe das Layout des Blogs ein bisschen verändert, ich hoffe, es ist etwas übersichtlicher geworden.

8.2.18 16:12

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ernstl (8.2.18 17:53)
Christoph, alter Freund, das neue Layout ist super.

Und Deine Überlegungen sind es auch. Ich bin fasziniert. Du warst immer ein genialer Gedankenpartner und Du bist es. Herzenswarm, reflektiert und kraftvoll.

Ich möchte auch eine Frage stellen: Ich habe auf LinkedIn einen Kontakt (aus Indien), der das, was Du schreibst gerne auf seiner Plattform publizieren würde. So wie es ist. Seine Plattform heißt "Brevity" und er möchte Inhalte in allen Sprachen der Welt.


Ernstl (8.2.18 18:01)
Nein, Christoph... ich erlaube mir, Dir zu widersprechen. Du bist nicht verantwortlich für das Leid, das Deine Situation auslöst. Auch nicht gegenüber Deinen Kindern.
Der Vergleich mit der Trennung ist kein Guter. Die Trennung war eine Entscheidung. Deine Krankheit ist es nicht.
Und - ich erlaube mir etwas, das manche vielleicht blasphemisch finden: Gott ist kein Zyniker. Davon bin ich überzeugt. Und so haben alle Wege, die Menschen wählen, wohl auch etwas Gottgewolltes. Manchmal kommen wir an Punkte, wo wir zwischen verschiedenem wählen müssen, das Gutes und Schlechtes in sich trägt. Meinem Verständnis ist das die "Erbsünde" - etwas, das einfach nicht anders geht im Menschsein. Wie gesagt, das bezieht sich auf die Trennung. Niemals auf die Krankheit.


Christoph (8.2.18 18:12)
Lieber Ernstl,
ja ich weiß das. Im Kopf. Im Bauch ist das etwas anders...


Joachim (8.2.18 22:25)
Lieber Papa

Du brauchst dir überhaupt keiner Schuld bewusst sein. Ganz im Gegenteil du hast so viel richtig gemacht und bist ein Riesenvorbild für mich und die Esther. Was du für uns geleistet hast ist unglaublich und ohne dich wären wir jetzt heute nicht da wo wir jetzt sind. Ich wünsche mir auch mal so ein toller Papa zu sein wie Du!

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