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5.3.2019

Seit einer Woche bin ich nun durch das immer wieder auftretende Fieber etwas geschwächt; ich muss mich untertags immer wieder niederlegen (und dann schlafe ich in der Nacht schlecht). Es ist mir nun etwas zu Bewusstsein gekommen, das auch schon vorher da war, jetzt aber massiver auftritt:
Ich mache mir – völlig unnütig – Stress mit dem, was ich so zu tun habe: Blog schreiben, kochen, Geschirr abwaschen, inhalieren, Mails beantworten, mit meinen Besuchern reden, Zeitung lesen um auf dem Laufenden zu bleiben, Wäsche waschen/aufhängen/ abnehmen, usw. Natürlich macht mir das meiste davon durchaus große Freude (oder Spaß, je nachdem). Es ist wie in alten Zeiten, in denen mir auch die Abende und Wochenenden zu kurz geworden sind und ich mich dadurch gestresst gefühlt habe. Nur dass ich jetzt das alles nicht wirklich tun muss, niemand verlangt etwas von mir! Trotzdem fühle ich manchmal gehetzt und am Abend ausgelaugt von den Tätigkeiten, die ich ja sehr gerne tun will. Wieder so ein Widerspruch.

In mehreren Kommentaren und Mails haben mir Freunde bestätigt, dass auch sie an ein Jenseits glauben, das nicht strikt getrennt vom jetzigen Leben ist. Dass sie zum Beispiel damit rechnen, die Eltern und Verwandten wieder zu sehen. Ich finde das schön. Und ich bin dabei, meine sterilen Vorstellungen vom Jenseits zu relativieren…

Apropos Eltern. Heute wäre mein Vater 88 geworden, er ist vor drei Jahren gestorben. Ich habe ihn mein ganzes Leben geliebt und bewundert; in vielerlei Hinsicht war er mir ein Vorbild, meist ein unerreichtes. Ihn wieder zu treffen, wäre was ganz Besonderes.

5.3.18 23:30

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


uli (6.3.18 08:13)
Lieber Christoph, am Wochenende habe ich Ruth getroffen und sie hat mir erzählt, dass du diesen Blog schreibst. Wie mutig und wie schön!
Gestern hast du über das Jenseits geschrieben und wie jenseits das ist oder nicht. Darüber denk ich jetzt nach, wie sich das für mich darstellt. Es stellt sich wirklich dar. Und obwohl ich meinen Körper so mag und an ihm hänge und nicht will dass er kaputt geht und überhaupt nicht will dass deiner kaputt geht und du nicht mehr klug und lustig in meiner Schikurswelt sein könntest, stellt sich mir das Gestorbensein in den letzten Jahren immer wieder so dar: dass nach dem Sterben die Leute so anwesend sind - fein, großartig und strahlend. So sehr sie selbst. Und aus den Momenten wo mich das berührt hat, hab ich das Gefühl dafür mitgenommen, dass wir in Wirklichkeit in einer sehr hellen Welt leben in der wir viel verbundener und ewiger sind, als es uns so auffällt. „Ewiger“ geht wohl nicht. Einfach ewig. Und großartig.
Dir einen guten Tag lieber Christoph!
uli

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