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11.4.2018

Mein Zustand ist nach wie vor erstaunlich stabil: Keine Blutungen, kaum einmal schweres Atmen seit über einer Woche. Aber auch die Schwellung, das Speichelproblem, die Müdigkeit weisen eine unerfreuliche Konstanz auf. Und der Vormittag ist nach wie vor eine krisenhafte Zeit; ich bin schwach und müde und übler Laune.

Danke für die Kommentare zum Versäumen; ich habe weiter darüber nachgedacht. Klar ist für mich, dass das Versäumen ein irdisches Phänomen ist. Egal, ob etwas nach dem Tod kommt, wird das Versäumt-haben keine Bedeutung haben. Klar ist auch, dass ich zwangsläufig vielmehr versäumt als erlebt haben werde. Aber beim allermeisten ist mir das völlig gleichgültig – bei manchem aber nicht.

Ein anderes Beispiel für Versäumtes (genauer: heute als Versäumnis empfundenes) ist, dass ich erst jetzt beginne, mich zu öffnen und über mein Inneres relativ locker zu reden. Das war mir früher nur mit ganz wenigen Menschen möglich; und bei denen meist auch nur dann, wenn sie mich darauf angesprochen haben. Ich kenne Menschen, die (aus meiner Sicht) immer schon sehr offen waren; und solche, die irgendwann ganz bewusst damit begonnen haben; solche Leute bewundere ich.

11.4.18 23:56

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ernstl (12.4.18 10:09)
Lieber Christoph,
tief im Inneren hat unsere Bereitschaft oder Nichtbereitschaft oder alles dazwischen bezüglich aktiver Offenheit wohl mit einer Art Ur-Angst zu tun. Ich habe es immer mit der archaischen Angst vor dem Fotografiertwerden von Urvölkern verglichen - ein Bild, das einem die Seele nimmt. Die spannende Frage, ob Andere "Macht" über einen gewinnen, wenn man sich öffnet, wird von Meschen sehr unterschiedlich beantwortet. Die andere Seite der Geschichte ist, dass Sich-öffnen, also sich preiszugeben bzw. auch möglicher Weise verwundbar zu machen, das Vertrauen fördert. Warum? Weil der Sich-Öffnende ja zeigt, dass er den anderen vertraut, ihr neues Wissen nicht zu missbrauchen - und Vertrauen generiert Vertrauen.
Letztlich ist es wohl auch stark eine Frage der Biographie , ob sich.Öffnen leicht oder schwierig für einen ist. Ich würde jedenfalls behaupten, dass beide Wege und das gesamte Kontinuum dazwischen letztlich dem BEDÜRFNIS eines Menschen entsprechen und nicht einer "Großzügigkeit" entspringen. Oft werden Menschen offener, wenn sie "Schläge" erlitten haben - vermutlich, weil das sehr oft hilft (über "Sprache" als Heilmittel haben wir schon einmal philosophiert)

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